Humangeographie (Tutorium mit Claudia)

Mitschrift vom 30.04.2007 von Chun erstellt   |   Am 08.01.2009 um 01:41:31 Uhr gepostet   |   4910 Zeichen
Was versteht man unter den Begriffen?
- Verstädterung
o Quantitativ
 Anzahl der Städte in einem Raum
 Anzahl der in Städte lebende Bevölkerung
- Urbanisierung
o Qualitativ
 sozioökonomischer und sozialpsychologischer Sicht die Ausbreitungs- und Diffusionsprozesse städtischer Lebensformen, die sich z.B. in Haushaltsstrukturen, beruflicher Differenzierung, Konsummustern und Wertvorstellungen der Einwohner in Städten ausdrücken.
- Verstädterungsgrad
o Ausdehnung als Zustand
- Verstädterungsrate
o Ausdehnung als Prozess

Welche Systembeziehungen bestehen zwischen Städtesystemen?
- Städtesysteme, Gesamtheit von Städten innerhalb eines Gebietes, die durch bestimmte Beziehungen miteinander in Verbindung stehen und Elemente eines großen Systems darstellen. Bei den Beziehungen zwischen den Systemelementen wird unterschieden zwischen:
o Interrelationen: Zwischenverhältnis („Zwischen“, „Größenvergleich“)
 (räumliche) http://www.meinemitschriften.com/script/yo5ek4/ae5q2a/ Lagebeziehungen, Größe- und Strukturrelationen (km, Zeit, Kosten)
o Interaktionen („Handlung“)
 Verkehrswege, Interaktionsströme wie Informationsaustausch (durch Informationskanäle, tatsächlicher Austausch), Handel, Kapitaltransfer, Mobilität, ferner Macht- und Organisationsbeziehungen, Pendlerströme

Stadtentwicklungsphasen
- Persistenz: Straßen und Kanalisation zu verändern ist aufwendig, sodass diese über Jahre und Jahrzehnte überdauern
o Wichtig um sich mit den verschiedenen Strömen (Geschichte) zu beschäftigen, um damit die Zukunft zu gestalten
- Gartenstadtbewegung
o Verbesserung der Lebensbedingungen (Gegenpol zu den Industriestädten)
o Raumeinheiten, strukturierter Raum, bei Erweiterungsbedarf wurde eine weitere Stadt im gleichen Stil angelegt, und nicht die bestehende Stadt vergrößert (begrenzte Größen)
 Funktionell getrennt (Wohnen, Versorgung u http://www.meinemitschriften.com/script/yo5ek4/ae5q2a/ nd Arbeiten)
 Straßen nicht kastenförmig; sondern radial Straßen
 Gebäudestruktur: aufgelockerte Bausubstanz mit Schmuckelementen (positives Lebensumfeld)
• Beispiel: Essen, Margaretenhöhe, von Frau Krupp angelegt (damit Arbeiter besser leben konnten, Ansiedlung des Mittelstand)
 Die Gartenstadt hat durch die Stadtplanung eine Durchgrünung, jedes Haus hat einen Garten (auch zur Selbstversorgung)
• Erste Garten Stadt 1898/99 von Ebenezer
- Gemeinnütziger Wohnsiedlungsbau (nach der Kriegszerstörung, nach dem ersten Weltkrieg)
o Kriegszeiten sind Stillstandzeiten (städtebaulich)
o Genossenschaften (günstige Mieten)
 Mehrfamilienhäuser
 Einfamilienhäuser
o Ideen der Gartenstadt
- Carta von Athen
o Funktionelle Stadt
 Reine Wohngebiete, Industriegebiete, Versorgungszentren
 Über 40 Seiten Manifest (Carta v http://www.meinemitschriften.com/script/yo5ek4/ae5q2a/ on Athen) dass alles getrennt werden soll
• Einerseits Vorteil (in der Industrialisierung schlechte Lebensbedingungen), da Trennung, aber aus heutiger Sicht: enorme Pendlerströme, großer Flächenbedarf – außerdem hoher Dienstleistungsanteil, Trennung macht kein Sinn mehr
• Erstmals Denkmalschutz: alte Strukturen sollen geschützt werden
o Nationalsozialistischer Städtebau
 Völlige Neugestaltung
 „Protzbauten“
- Nachkriegszeit
o Wiederaufbaus (historisch: festhalten was vorher war – Rekonstruktion)
 Schnell die Wohnungsnot zu lindern
 Nutzung erhaltener Versorgungs- und Entsorgungsleitungen
 Konservativ
o Neuaufbau
 Auflockerung und Gliederung
 Verkehrsraum (autogerechte Stadt)
 Neuordnung
- Orientierung am historischen Erbe
- Gegliederte und aufgelockerte Stadt
o Weitgehende räumliche Tren http://www.meinemitschriften.com/script/yo5ek4/ae5q2a/ nung der Funktionen: Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Verkehr
- Organische Stadtbaukunst
- Autogerechte Stadt
- Stadterneuerung durch Flächensanierung
o Abriss von Mietskasernen
o Suburbanisierung setzt ein, wenn der Wohlstand einzog: frische Luft – später zog auch das Gewerbe nach: Vergrößerung der Produktauswahl, günstigere Miete – später dann auch Industrie, um Umweltschutz zu gewährleisten (Umweltauflagen), dann später auch der Einzelhandel
- Urbanität durch Dichte
- Beginnende Exurbanisierung
o Aus den Städten heraus gehen
- Erhaltende Stadterneuerung/behutsamer Stadtumbau
o Denkmalpflege, Denkmalschutz
o Gebäude-Wohnungsmodernisierung
o Fußgängerzone = Aufwertung der Innenstädte
- Ökologischer Städtebau
o Begrünung der Städte
o Bau und Verbesserung von ÖPNV
o Wohnumfeldverbesserung
o Revitalisierung der Innenstadt
 Gentifizierung: Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerung verbundene soziale Aufwertung innenstadtnaher Wohnquartiere
o Realisierung von Großprojekten
o Nachhaltige Stadtentwicklung
 Stadt der kurzen Wege
 Nutzungsmischung
 Polyzentralität

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