- Kritik an die Intervention in einen demokratischen Prozess (Staatspräsidenten)
o REHM: Missverständnisse oder bewusste Missverständnisse?
- Europa
o „An Europa wurde ständig gerissen“: Ost-West-Gegensatz – ein Versuch diese Gegensätze zu verbinden um ein großes Europa zu mache
o Das was wir unter Europa verstehen ist ein Konstrukt, aus ideologischen Gründen heraus
Eine Abgrenzung ist die Folge eines solchen Konstrukts
Ein Konstrukt wird erzeugt um das „wir“ zu beschreiben: Sprachen-, Religionen-, Sport-, Euro-Europa (künstliches Konstrukt)
o Europarat
Bewusstsein für die europäische Identität zu wecken, die sich gemeinsam über die kulturunterschiedlichen Werte sich darauf zu beruhen
• Man geht von verschiedenen Kulturen aus, und man muss sich auf eine einigen
- Grenzen Europas
o Funktion strategischer Raumbilder dienen zu Begründung für etwas
Politiker äußern sich über ein geschaffenes „Natur-Europa“
http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ Am Bosporus soll eine natürliche Grenze zwischen Europa und Asien verlaufen
Bildungsstrategische Natur-Konstrukt „Europa“
• Am Bosporus verläuft keine tektonische Linie hindurch, in Schüleratlasse wird aber eine Grenze gelehrt
• Es wird ein bestimmtes Raumbild erzeugt, es wird ein Raukonstrukt in den Köpfen gebaut
• Begründung auf
o Mythos „Europa“
o Mythos natürlicher Lebensraum „Europa“
„die Lehre über den Staat als geographischer Organismus oder Erscheinung im Raum“ (KJELLEN 1917): die Vorstellung eines wachsenden Europas
- Kulturerdteile (HUNTINGTON)
o Geologische Platten auf die Menschen Leben mit ihrer Kultur (naturidentische Kulturräume): Kulturen verhalten sich wie die Natur?
o Suggeriert, dass Gott die Platten bewegt (Clash of Civilisation)
- Römische Reich
o 395 Teilung des römischen Reiches
Zwei Kulturteile, aber nicht im http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ Bereich der heutigen Türkei
• Byzantinisches Reich tausend Jahre der Mittelpunkt
o Reich wurde von Westen 1203 angegriffen, Katholiken zerstörten Konstantinopel
o Konnte nach der Zerstörung sich nicht mehr erholen, ist dann aber wieder „entstanden“, ist dann aber vom Osten aus angegriffen worden
o Später entstand das osmanische Reich
1526: Ungarn wird eingenommen
1683: Belagerung Wien, Osmanen wurden geschlagen (wichtiges geostrategisches Raumbild: Angst)
- Aufnahme der Beitrittsverhandlungen: „die Türken vor Wien“, „Die Türken vor Brüssel“ 2004
- Am Bosporus hat sich nie eine Kulturgrenze gebildet
o Istanbul ein europäisches Symbol durch ihre kulturelle Vielfalt
- Die Entstehungsgeschichte – die Entwicklung der modernen Türkei
o Osmanische Reich ist von innen zerbrochen
o Reform-Sultane hatten im osmanischen Reich die Aufklärung gebracht
= http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ 607; Militär als Verfechter der europäischen Kultur
• Deutsche Reich hat das osmanische Reich aufgebaut
• Im Diktatfrieden wurde das osmanische Reich aufgeteilt
o Ergebnis: eine europäische Kolonie
Die heutige Türkei entstand im Kampf gegen den Westen in der türkischen Nationalbewegung, Befreiung von Anatolien aus den Händen des Westens (2 Jahre Krieg)
• 1923: Zustand von 1918 (vor der Trennung durch die Großmächte) wiederhergestellt
• Staat wurde mit Vertrag der Kolonialmächte geschlossen, dass das die Türkische Republik sei
o Europäische Gesellschaft blieb Vorbild (Atatürk)
Als Lehrer und Erzieher der Nation eine völlige Umgestaltung verordnet
Trennung Religion und Staat (Religion ist privat)
• Religiöse Kopfbedeckung der Männer wurde unter Strafe gestellt (religiöser Fanatismus), Beamte mussten einen europäischen Hut tragen
Trakt http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ oren wurden importiert, Landwirtschaft wurde modernisiert
Einführung des europäischen Rechts
Heutiges Bild nicht mehr wie der von Atatürk
Sprach und Bildungsreform
- Nach 10 Jahren Reformen von Atatürk
o 1937 in die Verfassung geschrieben
Türkischer Nationalismus
Säkularismus
Anti-osmanischer Republikanismus
Populismus
Revolutionismus: permanente Modernisierung
Etatismus
o Mehrfach hat das Militär die Macht ergriffen, um die Verfassung gerecht zu werden
- Ausgrenzungsstrategien
o Kultur
o Religion
o Lebensstile
- HUNTINGTON-Zivilisations-Differenzierung
o Geschichte, Sprache, Tradition und das wichtigste die Religion
- Rolle der Religion in der Türkei
o Kein Sultanat mehr, kein Kalifat, stattdessen Vertretung des Laizismus
1949 freiwilliger Religio http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ nsunterricht an Grundschulen
• Theologische Fakultät Ankara
1951 Iman Hatip Schulen wiedereröffnet
• Gründung religiöser Parteien
An türkischen Schulen kein Kopftuch, keine Trennung von Mädchen und Jungen
• 1993: Proteste religiöser Frauen die in die Universität wollen (Bedrohung der Religionsfreiheit?)
• Religiöse Regeln dürfen in der Türkei nicht in den öffentlichen Bereich
In den 80er bildeten sich trotz Laizismus islamische Parteien
• Wohlfahrtspartei „nur“ 17% von den Wählerstimmen (1991), vier Jahre später schon 21,3% der Wählerstimmen
o Politischer und religiösen Führer küsst man die Hand
o Hinwendung zu islamische Gemeinsamkeiten
Militär (war Wächter der europäischen Reformen) appellierte an die Politik, staatsfeindliche Aktivitäten zu unterlassen
• EU: Darf das Militär sowas machen? Ist Laizismus (wie in Frankreich) zeit http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ gemäß?
• Gesellschaftlichen Probleme wurden durch eine nicht religiöse nicht gelöst
o Privatisierung: fehlen von sozialen Institutionen um das aufzufangen
o Politik war für Bevölkerung schmerzhaft, Schere zwischen Arm und Reich gingen weit auseinander!
o Korruption
o Religiösen Kräfte widmeten sich den sozialen Probleme der Bevölkerung
Förderung religiöser Entwicklungen
Istanbul: Trennung des Geschlechts im Bus (Polizei löst das dann wieder auf)
Ausgrenzung von „Abtrünnige“
- 11. September
o Polarisierung der türkischen Gesellschaft im inneren, und „unser“ Verhältnis zur Türkei, Bedrohungsszenario:
Kampf der Kulturen (HUNTINGTON: Clas hof Civilizations)
Pauschale Verurteilung einer Religion
- 2002: religiös politischer Durchbruch: AKP
o Erduan gelang es mit einfachen Lösungen: soziale Sicherungen, keine Korruptione http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ n, - damit gewann die Religion mehr an Gewicht
o Bauboom (neue Moscheen)
o zur Wahl führten die Probleme (Alkohol, daher Alkoholverbot)
Geißelung der Moral
Moralische Reden im Fernsehen
Förderung des Gemeinwesens
Ministerpräsident steht für die Lösung aller Probleme, und dann 2004
- 2004: Aufnahme der Beitrittsverhandlungen
o Strategische Raumbild gesucht um das zu verhindern: „die Türken vor Brüssel“
Angst: Europa wird „eingenommen“ (rheinischer Merkur)
- Lebensstile in der Türkei heute
o Vermittlung der Vielfalt der Kulturen
o Wirtschaftsaufschwung durch AKP
Religion als Lebensstil, Tradition als Wert (auch in Europa Tradition ein Stellenwert): Moscheen füllen sich wieder an Festtagen
o „Die türkische Gesellschaft besteht aus extreme“
Unterschiedliche Lebensstile nebeneinander
Vi http://www.meinemitschriften.com/script/qtn2x7/z9uwwp/ el Geld um den Lebensstil zu leben
• Textilindustrie: führende Designer produzieren für die gesamte islamische Welt
• In Istanbul wird islamische Popmusik produziert und exportiert (Islam als Wirtschaftsfaktor)
• Extrem Modern kann auch islamistisch sein
o Gesellschaftliche Entwicklung scheint nicht mehr umkehrbar zu sein
- Heutige Diskussion
o Machtkampf in der Türkei
Annullierung der Präsidentenwahl
Die rote Revolution – Laizismus über alles
o Demonstranten sehen eine Gefahr der Unterwanderung der Institutionen gesehen
Staatspräsidenten hat bisher alle Angriffe sein Veto entgegengesetzt, kein religiös motiviertes Gesetz hat der Staatspräsident durchgesetzt
o Türkei sei nicht demokratisch wegen dem Einfluss des Militärs
- Ankara als westliche Hauptstadt von Atatürk eingeführt, von deutschen Architekten und Stadtplanern gebaut
- Zwei Prinzipien stehen gegenüber
o Demokratie und Abbau des Laizismus
o EU erklären das Verständnis als Missverständnis
Wenn der Islam in der Türkei in den Vordergrund tritt, dann fällt die Ablehnung einfacher (strategischer Konstrukt)
Eintrittsverhandlungen fordern alle Maßnahmen den Beitritt zu ermöglichen
• Es werden aber Instrumente gebaut, die das verhindern
• Projekt Europa Ziel: gemeinsamen Raum des Friedens, der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
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