Physische Geographie (Tutorium mit Tobias)

Mitschrift vom 09.02.2007 von Chun erstellt   |   Am 07.01.2009 um 21:02:01 Uhr gepostet   |   8583 Zeichen
Hydrologie
- Feldkapazität größer wenn die Bodenpartikel klein (Korn: je kleiner desto größer die Feldkapazität)
- Für Pflanzen nutzbar / nicht nutzbar
o Bei Ton nicht stark pflanzenverfügbar
 Geringer Hohlraum („plattige“ Form: ganz kleine Poren (Feinporen): wenig Kapillarwasser)
o Schluff, nicht zu klein nicht zu groß („mittelding“), beinhaltet viel Kapillarwasser (Pflanzenverfügbar)
 Ideal für Agrarwirtschaft (Lössböden); Parabraunerden, Schwarzerden – Böden aus Löss, hohe Wasserkapazität und Nährstoffe
 Mittelporen: ideal um Kapillarwasser zu halten
o Bei Sand geringe Feldkapazität und nutzbare Kapazität
 Körner „rundig“: große Hohlräume (Grobporen), können nicht viel Wasser halten, Wasser versickert
 Sander/Sandflächen nicht gut für Ackerflächen (da trocken)
- Bodenfeuchte (Speicher: „Kiste mit Wasser“, über Perkolation kann Wasser ins Grundwasser versickern)
o Infiltration -> Bodenfeuchte -> Perkola http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ tion -> Grundwasser
 Das was im Boden gehalten wird ist Haftwasser, das was versickert ist Sickerwasser
o Matrixpotenzial: Kräfte die vom Boden ausgehen die das Wasser ansaugen (Hält Wasser)
 Wenn Gravitationspotenzial größer als Matrixpotenzial dann Bildung von Sickerwasser
• Grundwasser ist der Bereich in dem alle Hohlräume mit Wasser gefüllt sind.
o Grundwassertypen (Aquifertypen, Aquifer=Grundwasser)
• Wasserstauendeschicht (nicht Grundwasser leitend): Aquiklude
• Schlechtwasserführende/leitendeschicht: Aquitard
 Kraft die Pflanzen Wasser aus dem Boden (über die Wurzeln) ziehen: osmotisches Potenzial (Osmose); osmostisches Potenzial muss größer als Matrixpotenzial sein um Wasser rausziehen zu können
- Verschiedene Typen von Grundwasserleiter
o Porenaquifer
 Lockersedimente (z.B. Sand)
o Kluftaquifer (95%, Bsp.: Eifel, Schiefer http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ gebirge)
 Festgesteine hat nur Spalten/Klüfte aber keine Poren
o Karstaquifer
 Besondere Form von Kluftaquifer
 Ganze Höhlensysteme auf Grund der Löslichkeit der Substrate
 In verkarstete Regionen (Kalkgebiete): schwäbische Alp, in Kroatien, Bosnien, auch in USA große Gebiete
o Lage
 Gespanntes Grundwasser
• In tieferen Grundwasserleiter herrscht wesentlich höherer Druck als Atmosphärendruck (artesisches Grundwasser; „hydrostatischer Ausgleich“=Wasser spritzt raus (artesische Quelle))
 Ungespanntes Grundwasser
• Das oberste Grundwasserstockwerk (Atmosphärenkontakt, Luftkontakt, vom Druck wie Atmosphärendruck)
o „Auf der Grundwasseroberfläche herrscht Atmosphärendruck“=ungespannte Grundwasserleiter
• Grundwasser oft in mehreren Stockwerken (für Trinkwasser/Brauchwasser nutzt man das unterste Stockwerk)
- Erläutern s http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ ie die regionale Bilanz eines Aquifers (Grundwasserbilanz)
o Rein (Input)
 Versickerung (Niederschlag (von Natur) oder Bewässerung (vom Menschen))
 Uferfiltration (Wasseraustausch durch Gewässer und Grundwasser führende Schicht; von fließende ins stehende Wasser)
 Oder andere Grundwasserleiter (andere Aquifer)
o Raus (Output)
 Uferfiltration (von stehende zum fließenden Gewässer)
 Kapillaraufstieg (in ariden Regionen: Versalzung, Minerale die ausfällt wenn Kapillarwasser aufsteigt; Verdunstung)
 Abpumpen (durch den Menschen)
 Anderer Grundwasserleiter (andere Aquifer)
 Quellaustritt (Wasserführendeschicht tritt irgendwo im Gelände aus und bildet eine Quelle)
- Fließgewässer/Einzugsgebiete
o Quelle abhängig vom geologischen Ort
 Wasser fließt in die eine oder andere Richtung (Wasserscheide); http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ richtet sich nach Geländeform
• Je größer das Gefälle ist, desto größer die Bedeutung der oberirdischen Wasserscheide (keine Zeit um ins Grundwasser zu gelangen)
o Wenn Wasser direkt ins Grundwasserleiter kann dann nicht mehr oberirdisch runterfließen sondern auf der wasserleitenden Schicht (unterirdische Wasserscheide)
o Grenze eines Einzugsgebiet (Linie die den Fluss umreißt) entspricht fast immer der unterirdischen Wasserscheide
 Flussdichte: Flusslänge berechnet auf den km“
• Flussdichte wird ausgelöst durch
o Geologische Untergrund:
 Granit, Gneis: Kristalline Gesteine unheimlich Dicht, keine Klüfte, bieten kaum Versickerungsmöglichkeiten führen zu hohe Flussdichte
 Kalkhaltiges Gestein: Wasser versickert ständig (selbst bei Niedrigwasser)
• Flussdichte steuert
o Hohe Abflussdichte begünstigt hohe Abflussmenge und schnelle/hohe Abflussgeschwi http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ ndigkeit
- Hochwasser / Wasserführung von Flüssen
o Wasserführung (in Abflussganglinien – Abflussregime: „Abflussdiktatur“ – charakteristische zeitliche Verlauf der Abflussmengen in einem Fließgewässer)
 Drei Hauptformen von Abflussregimen (wo bezieht der Fluss sein Wasser her)
• Pluviales Abflussregime: durch Regenniederschlag bestimmt (in flüssiger Form gefallen; bei uns im Frühjahr und im Herbst - Übergangsjahreszeit)
• Nivales Abflussregime: Durch die Schneeschmelze gesteuertes Abflussregime (durch Schneeschmelze: höhere Mittelgebirge und niedere Lagen im Hochgebirge)
• Glaziales Regime (Gletscherschmelze; im Frühsommer: größte Ablation bei den Gletschern)
o Wasserführung
 Immer Wasser (wie der Rhein)
• Perennierende Flüsse (Permanent): durchgehend Wasserführend – feuchte Mittelbreiten (regelmäßig durch zonale Westwind), immerfeuchte innere (zum Rand hin http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ ändert sich das) Tropen (fast jeden Tag Niederschläge)
 Alle paar Monate
• Periodisch wasserführend (periodische Flüsse): Savanne (Wechselfeuchte Tropen mit ausgeprägter Regenzeit)
 Alle paar Jahre/Jahrzehnte
• Episodische Flüsse: (arabische, mexikanische, australische) Wüsten und Halbwüsten, Niederschläge so gering dass es für die periodischen Flüsse nicht mehr ausreicht
- Hochwasser
 Welche natürlichen und anthropogene Gründe
 Welche Faktoren auf Abflussgang eines Einzugsgebietes
o Welche Gebietseigenschaft (Einzugsgebiet) beeinflussen die Abflussganglinie eines Flusses (Menge und Geschwindigkeit des Abflusses)
 Ausbau des Flussbettes
 Herkunft der Niederschläge (auch z.B. über Schnee)
• Entscheidend für Menge: Verlauf der Niederschlagsfront steuert die Menge, räumlichen und zeitlichen Verlauf des Abflusses
http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ ; Größe, Relief, Gefälle und Form des Einzugsgebiets
 Vegetationstyp: verzögert Abfluss, verringert Abflussgeschwindigkeit
 Bodeneigenschaften: Ton oder Sand? Und temporäre Eigenschaften (Bsp. Sättigung: Boden seit einer Woche gesättigt, und wenn Regen kommt, fließt es ab)
 Flussdichte (je höher desto mehr fließt und schnell)
 Geologische Untergrund: Karstgebiet nicht so schnell Hochwasser (versickert viel) wie bei Granit (versickert kaum)
 Anthropogen:
• Landwirtschaft: Bodenverdichtung führt zu inter-flow
• Versieglung des Bodens/Flächen (Asphaltierung)
• Kanalisierung: gerade oder nicht gerade
• Retention: wenn Fluss einenge dann muss Wasser höher stehen
• Dränagen: führt zu Hochwasser

Vegetation
- Was beeinflusst Vegetation?
o Klima: Transpiration (Vegetation erhöht Verdunstung und damit Niederschlag – großräumig, http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/d6h1qu/ mehr ausgeschwitzt und kondensieren)
- Wie wirkt Vegetation auf Boden?
o Über Humus, Schwarzerde entsteht typischerweise auf Steppenwälder
o Parabraunerde ursprünglich entstanden durch Laubwälder
- Vegetation verringert und verzögert die Abflussmenge (mehr Verbrauch und Verdunstung)
- Umweltfaktoren für Pflanzen relevant
o Licht (Strahlung)
o Wärme (Temperatur)
o Wasser
o Boden
o Mensch
o Feuer (nicht nur durch den Menschen)
o CO2 (verbrauchen Pflanzen)
o Tiere (Herbivorie, Pflanzenfraß durch Tiere)
o Konkurrenz (zwischen Pflanzen)

Klausur
- 13:45 Uhr
- Anfangsbuchstaben (auf drei Hörsäle gesplittet)
- Zwei Zeitstunden
- 7,5 Minuten pro Aufgabe
o Geomorphologie: kurz
o Klima: mehr erläutern (zerrt am meisten Energie, am Anfang machen, danach Geomorphologie, danach den Rest)
- Werkzeug
o Nicht mit Bleistift schreiben
o Skizzen können mit Bleistift aber müssen übermalt werden
- Ergebnisse der Klausur
o Wahrscheinlich Do oder Fr die Woche danach (vorläufig (muss von Dozenten nochmal durchgelesen werden), 95% Endergebnis)
o Bei den jeweiligen Tutoren oder Zentralstelle (Schmiedecken, Kulecza..)

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