Physische Geographie (Tutorium mit Tobias)

Mitschrift vom 08.12.2006 von Chun erstellt   |   Am 07.01.2009 um 21:01:22 Uhr gepostet   |   5645 Zeichen
Flussgrundrisstypen
Hydrologie: Ober-Rhein war verwildert (zwischen Basel und Heidelberg)
- Mäandrierender Verlauf
o Umweltbedingung
 Flaches Land/geringe Neigung
 an jedem Hindernis (z.B. Stein/Unebenheit) wird umflossen
 Geringe Fließgeschwindigkeit
o schlängelt-schwingt sich durch die Landschaft
o Oft flussbautechnisch begradigt
- Verwilderte Fluss:
o Umweltbedingung
 Periglazial
 Etwas mehr Neigung als Mäandrierend aber nicht extrem
o Mehrere Flussarme mit vielen kleinen Inseln dazwischen
o Typisch in periglazialen Regionen (Schotterbett: Unmengen an Steinen und Felsbrocken aufbereitet/in den Fluss geraten)
o Stark schwankende Abflussmengen; „Belastung eines Flusses mit Schotter“ (periglazial: Winter gefroren, Sommer aufgetaut – mal fließt alles ab, mal nicht)
- Anastomosierend
o Umweltbedingung
 Ähnlich wenig Neigung wie Mäandrierend
 Die Inseln in Amazonas/Kongo sind http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/7me8w5/ so groß das die im Dirke eingezeichnet sind: Regenwaldflüsse (Inseln werden nicht weg gespült: es stehen große Bäume drauf)
o Sieht fast wie ein verwilderter Fluss aus
o Feste dauerhafte Inseln (nicht wie bei verwilderter Fluss)
- Grader Fluss (gerader Verlauf)
o Umweltbedingungen:
 starkes Fließgefälle/Neigung (im Gebirge)
o Hohe Fließgeschwindigkeit aufgrund des Gefälle und hohe/starke Tiefenerosion

Flussgrundriss liegt in einer bestimmten Talform vor
- Mäandrierender Verlauf im Sohlental (häufig kombiniert)
o Seitenerosion (Fluss stößt dagegen und gräbt rein): Verbreiterung des Tals
o Wanderung der Seitenerosion durch Wanderung der Mäander: Schleife mit Seitenerosionsstellen an den Talkanten
- Kerptal
o Tiefenerosion (vereinzelt Seitenerosion, TE spielt aber größere Rolle)
o 1000 Meter tiefes Tal (Wasser antreibende Kraft aber Neigung und Steine http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/7me8w5/ (Erosionswerkzeug), Fluss bewegt Schotter am Flussuntergrund, Fluss bewegt Schotter über den Untergrund schleift den Untergrund tiefer: starke Tiefenerosion durch viel Schotter – in den Tropen nur Feinpartikel Flüsse daher nicht in der Lage Kerptal zu bilden (nur Wasserfälle, Flüsse kein Erosionswerkzeug dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen))
- Canyon
o Unterschiedlich resistente Gesteine (resistente Steine stehen hervor: Spitzen) in Wechsellagerung
o Aufjedenfall Tiefenerosion aber auch Seitenerosion
- Kastental mit mäandrierend oder verwilderten Fluss
o Gesteine mit Klüfte (Klüftungen) oder Bruchstellen, Steine kippen senkrecht ab (häufig Kalksteine)
o Seitenerosion und Tiefenerosion (stärker)
o TE: Tal wird eingetieft und Material bricht nach (Hänge kippen nach)
- Muldental
o Stets lockereres Material, wenig resistentes Untergrundmaterial
o Nachrutschen (Material ma http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/7me8w5/ tschig) nach starker Tiefenerosion (daher stark bis schwache Tiefenerosion)
o Kann aber auch geringe Hangneigung sein (dann auch Muldental)

Transport-Typen in der fluvialen Prozessgruppe
Vom Oberlauf zum Unterlauf
- Kriechen („Creeping“): durch Wasser angetrieben, kullert über den Boden
- Traktion: ein Stein schiebt den anderen an (Reptation ein Stein trifft ein anderes)
- Solution (Lösungsfracht): material chemisch gelöst (als Ionen z.B. Salz)
- Suspension: größere Partikel (Suspensionsfracht)
- Saltation: Korn wird getroffen und springt

Hjülström-Diagramm
Sedimentdynamik als Funktion der Fließgeschwindigkeit
- Wenn ein Korn mit anderen zusammenhängt braucht es eine größere Geschwindigkeit zum erodieren
o Tonpartikel hohen Zusammenhalt (feine Plättchen kleben zusammen): hohe Kohäsionskräfte = schwer abzutragen
o Ton wird nur im stehenden Gewässer akkumu http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/7me8w5/ liert (z.B. See)
- Kies schwer erodierbar aufgrund seiner Masse/Gewicht
o Spanne zwischen Erosion und Ablagerung sehr klein indem Transport abläuft: kullert paar cm und bleibt wieder liegen (enger Grad zwischen Erosion und Ablagerung)
- (Grob-)Schluff bis (Mittel-)Sand sind das erosionsanfälligste Korngröße, daher Löss (fruchtbare Boden) so anfällig
o wenig Kohäsionskräfte und Resistenz (zu wenig Gewicht) um Resistent vor Erosion zu sein

Hydraulik (Die Kontinuitätsgleichung)
- Q (Abflussmenge) = v (Fließgeschwindigkeit) * A (durchströmte Fläche) * kst (mittlere Fließgeschwindigkeit)
o Kst= Rauigkeitsbeiwert (sehe Tabelle)
 Hydraulische Radius: benetzte Umfang (wie groß ist die Fläche/Gesamtsohle=am Boden und an der Seite)
 Wie groß ist das Gefälle?
- Kontinuierlich: damit Q gleich bleibt, A verändert wird, muss sich die v-die Fließgeschwindigkeit sich http://www.meinemitschriften.com/script/foxyg7/7me8w5/ verändern

Litoral
- Festmaterialküsten
o zurückgewichene (in das landesinnere von einem ehemaligen Punkt) Küsten (nach Valentin) – ertrunkene Flusstäler (durch Meeresspiegelsenkung): weit eingezogene Buchten
 Fjord (Gletscher), Scheren (Landhebung), Ria und Cala-Küsten (ertrunkene Flussunterläufe)
- Lockermaterialküsten
o Vorgerückte Küssten, vom Land zum Meer hin
 Watt-, und Mangroven- (Tropen) küste

Wie kommen wir zu heutigen Küstenverlauf?:
- Meeresspiegelschwankungen: Grundlage für Küsten an den Stellen wo wir sie haben, bedingen den Verlauf; und Untergrundmaterial
o Eustatische Meeresspiegelschwankungen (Eiszeit/Warmzeit-Wechsel): Wassermengen Veränderung
o Isostatisch: Veränderung der Lage der Landmasse (heben und senken: Entlastung und Belastung)
 Abschmelzung eines Gletschers: glazialisostatisch
o Nebengründe: gravitativ (Anziehung der Erde, nicht überall gleich) und tektonisch (Einengung des Meeres)

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