Humangeographie (Tutorium)

Mitschrift vom 12.07.2007 von Chun erstellt   |   Am 17.01.2009 um 01:49:06 Uhr gepostet   |   4767 Zeichen
Post-sozialistische Region
- Teil II
o Die Umstrukturierung
 Privatisierung und Restrukturierung durch die Treuhandanstalt
 Investitionsmotive in der Initialphase
• Erschließung des Ostens
• Günstige Arbeitsplätze
• Euphorie gesunken durch Einführung der DM und steigende Löhne (um Abwanderung zu verhindern)
 Investitionsmotive nach der ersten Euphorie
o Regionale Implikationen
 Marktorientierte Strategie
 Global integrierte Investitionsstrategie
• Kathedralen in der Wüste
• Innovative Pioniere

Regionalwirtschaftliche Implikationen von Investitionsstrategien in Ostdeutschland
- Marktorientierter Ansatz
o Bauwirtschaft
o Nähr- und Genussmittel
- Kostenorientierter Ansatz
o Textilindustrie
o Schulterpolster
- Innovationsorientierter Ansatz
o Automobilindustrie

Nachfrageorientierte Ansätze
- Nachfrage=Motor für wirtschaftliche Entwicklung
- Export-Basis-Theorie
o Ex http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/w303wz/ portbetriebe stellen wirtschaftliche Basis einer Region; „non-basic“-Sektor=nicht exportierter Teil

Kapitalströme im Exportbasis-Ansatz
- Exportaktivitäten einer Region als Wachstumsmotor
o Der Arbeiter gibt sein Geld innerhalb der Region aus, der Bäcker gibt sein Einkommen beim Metzger aus (dadurch dass das Geld in der Region bleibt, regionale Unternehmen unterstützt, bleibt das Geld innerhalb der Region, und fließt nicht ab, außer bei Import (dann fließt es raus))
 Importe sollen so gering wie möglich halten
 So viel Einkommen wie möglich in die Region behalten (Kreislauf)
 Durch Einkommen aus Exporten Wachstum
- ...

2. Neoklassische Theorie
- Eigentlich raumlose Theorie
o Vorannahmen
 Vollkommene Faktormobilität, keine Transportkosten bei Arbeitswechsel
 Perfekte Information
 Atomistische Konkurrenz: Aus http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/w303wz/ gleich von Anbietern und Nachfrage, keine Monopole
 Flexible Preise
 Nutzenmaximierung: alle Akteure sind „Homo oeconomicus“
o Konsequenzen
 Negative Rückkopplung=regionaler Ausgleich (Effekte die sich ausgleichen=>vorherigen Ausgangsniveau)
- Kritik
o Nicht jede Arbeitskraft beliebig ersetzbar (unterschiedliche Qualifikationen)
o Arbeiter nicht absolut mobil
o Auch Kapital nicht total flexibel
o ...

3. Polarisationstheorie
- Beruht auf empirischen Erfahrungen, Marktkräfte schaffen nicht Gleichgewicht, sondern regionale Konzentration => Polarisierung
o Vorannahmen
 Produktionsfaktoren sind heterogen (unterschiedliche Qualifikationen, Standortvorteile...)
 Produktionsfaktoren sind teilweise immobil
 Informationsunterschiede (Wettbewerbsvorteile)
 Ologopole und Monopole kennezeichnen Markt< http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/w303wz/ br>o Konsequenzen:
 Positive Rückkopplung=regionale Polarisierung
• Produktionsausfall -> Arbeitslose -> Eingeschränkt -> geringe Nachfrage -> Regionale Anbieter geringeres Einkommen -> Steuerausfälle in der Region -> Gemeinde kein Geld für Infrastruktur -> Einsparungen -> Verschlechterung es Image -> Abwanderung der besser qualifizierten und jungen Arbeiter
 Politik muss ausgleichend einwirken
• Ausgleichseffekte stärken (z.B. durch vorübergehende Schutzzölle)
• Entwicklungsimpulse setzen
• Politik steht in enger Verbindung zum Wirtschaftssystem -> kann nicht „neutral“ sein
• Katastrophenszenario -> bisher noch nicht eingetreten

Industrial Disctricts (zentraler Teil vom Grabher Stoff)
- Merkmale
o Ensemble kleinerer und mittlerer Unternehmen (Familienunternehmen)
 Flexible Spezialisierung
 Vernet http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/w303wz/ zung von Unternehmen
 Einbettung in ein sozio-kulturelles Milieu
o Modell nicht übertragbar?
 Historische Entwicklung von Bedeutung
 Gewachsenes soziales Milieu
 Familienunternehmen tradieren ihr Know-how von Generation zu Generation
o 3 Typen von Industrial Disctrics
 Vernetzte kleinbetriebliche Cluster wie z.B. im Dritten Italien (klassische Form vo Industrial Disctricts nach Marshall)
 Großunternehmen, das stark mit seinen Zuliefereren verbundne ist z.B. Daimler mit seinen Zulieferern
 Konzentration von zwei international bedeutsamen Unternehmen, die sich miteinander vernetzen

Zentrale Dinge von Grabher
- Ruhrgebiet als alte Industrieregion
- Dritte Italien
- Postsozialistische Regionen
- Theorien für den wirtschaftlichen Aufschwung (Exportbasis)
- Neoklassik und Polarisationstheorie (Schließung des Stahlwerks)
- Fordismus und Post-Fordismus
- Industrial Disctricts (Italien)
- Lock-ins (Ruhrgebiet)

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