Nennen Sie die drei Dimensionen, die Julian Huxley als „Kultur“ ausweist.
1. Sinnliche / materielle Wahrnehmung
2. Normen = gedankliche Orientierung
3. Werte / Wertvorstellungen (finden Ausdruck in Sprache und Religion)
Welche Aspekte machen „Kultur“ geographisch interessant?
- Geographie
o Räumlich differenzierend
in unterschiedlichen Räume unterschiedliche Kulturen
man schaut sich die Landschaft an, und schließt auf die Kultur zurück
o Kultur prägt Räume
je nach Kultur, wird der Raum geprägt
wie schlägt sich die Kultur im Raum nieder? (wie wirkt Kultur/Religion auf den Raum aus)
- Indikatoren
o In der Natur werden Indikatoren herangezogen um die Kultur zu erklären
o Die Kulturlandschaft ist die Registrierplatte menschlicher Aktivität, menschliche Aktivitäten spiegeln sich in der Landschaft wieder
- Sonstiges
o Hat eine historische Dimension
o Sozial differenzierend
Nennen Sie einige T http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/s0huae/ eildisziplinen der Geographie, die mit „Kultur“ als Schlüsselbegriff arbeiten.
- Ältere Kulturgeographie
o Historische Geographie und Siedlungsgeographie
o Kulturlandschaftsforschung
o Kulturlandschaftspflege
- New Cultural Geography
o Politische Geographie
o Religionsgeographie
o Sozialgeographie
Welche Forschungsrichtungen kann man zur „älteren“ Kulturgeographie zählen?
- Sehe oben
Nennen Sie drei Arbeitsfelder der Historischen Geographie mit jeweils einem Forschungsbeispiel.
- Rekonstruktion von Altlandschaften (Menschumweltforschung)
- Past in Present: Wie sehen die Struktur heute aus, die von der Vergangenheit geprägt wurden?
- Kulturlandschaftspflege: historische Landschaften erfassen
Mit welchen Quellengruppen arbeitet die Historische Geographie?
- Archivalien
o Tagebücher, Verzeichnisse von Klöster, Urkunden, Chroniken, Gemälde
http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/s0huae/ >- Interpretation von Texten, Karten Bildern (hermeneutisch)
o Bildung von Hypothesen
- Empirisch: Zählung und Ausrechnung: Dendroökologie, Eisbohrkerne
Skizzieren Sie das Konzept der „Morphologie der Kulturlandschaft“ nach Carl Sauer.
- Gestaltform der Kulturlandschaft
- Wie wird sie geprägt?
o Kultur wirkt mit der Zeit auf die Naturlandschaft und bringt Formen hervor (Bevölkerungsdichte, Mobilität)
- Naturlandschaft: vom Menschen unbeeinflusst (Urzustand)
- Kulturlandschaft: durch Mensch gestaltet aus der Naturlandschaft
o Landschaft, Siedlungsstrukturen, jegliche Raumstruktur
Welche Ansprüche formuliert die European Landscape Convention (ELC) im Umgang mit Kulturlandschaften?
- Kulturlandschaft Ausdruck der Vielfalt der Menschen, Ausdruck von Identität, muss daher rechtlich anerkannt werden
- Verpflichtung Kulturlandschaft und Kulturdenkmäler zu erfasse http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/s0huae/ n/kartieren, dann erfolgt eine Bewertung
- Ansatz verfolgt eine teilnehmenden Ansatz: Bevölkerung bestimmt was Kulturlandschaft ist die vielleicht schützenswert ist
Welche analytischen und planungspraktischen Teilschritte bestimmen das Konzept der Kulturlandschaftspflege?
- Was für Kulturlandschaftselemente gibt es? Erfassung und Kartierung
- Wie geht man mit den Kulturlandschaftselementen um? Schützen, Modernisierung
- Vorschriften machen: UNESCO, Naturschutzgesetz, und Raumordnungsgesetz
Charakterisieren Sie das Verständnis von „Kulturlandschaft“ der „älteren“ Kulturgeographie.
- Kulturlandschaft: idyllische schöne Landschaft (antiurban: auf Gemälde keine Stadt dargestellt)
o Ältere Kulturgeographie bis 70er: war „die“ Geographie (Länderkunde: Welt kartieren und beschreiben)
o Seit 90er new cultural geography aus den US-amerikanischen Raum
Welche Aspekte en http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/s0huae/ thält der Kulturbegriff der „neuen“ Kulturgeographie etwa in der Definition nach M. Crang?
- Es gibt keine Mehrheitskultur mehr, weil es soviele autonome Akteure gibt, deshalb gibt es Minderheitskulturen die nebeneinander existieren
- Die Kultur geht aus den Wechselbeziehungen der Menschen hervor
Nennen Sie einige Gemeinsamkeiten der „new cultural geographies“.
- Keine strikte Trennung von Kultur und Natur
- Alles ein Konstrukt der durch die Sozialstrukturen bedingt ist
- Akteure autonom, deshalb bewusste Entscheidung wo und wie sie leben wollen, führt zu einer Entwurzlung, keine feste Bindung an Orten mehr (multiple Ortsloyalitäten) und räumliche Identitäten
- Maps of Meaning
o Keine Abbilder der Realität, sondern auch Konstrukte
- Jeglicher Anspruch von Expertenwissen wird zurückgewiesen
o Landschaften müssen gelesen und interpretiert werden
o Jeder sie http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/s0huae/ ht die Landschaft anders
- Turns
o Cultural turn
Raum als Konstrukt, durch politische, soziale und ökonomische Bedingungen beeinflusst, Raum wird ständig neu erfunden wird, ständig neue Bilder entstehen
o Linguistic turn
Raum als Text gelesen und interpretiert
o Spatial turn
die Bedeutung des Raums wird reflektiert
o Semiotic turn
Raum wird als Zeichensystem verstanden (Landmarks die eine Bedeutung haben)
Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem „Linguistic turn“ und Poststrukturalismus auch für die Humangeographie für die Produktion von geographischen „Wahrheiten“?
- Poststrukturalismus: Abkehr vom Strukturalismus (feste Strukturen, geographische Wahrheiten, alles ist messbar und kann beschrieben werden (Messbarkeit))
o Bei Poststrukturalismus: konstruierte Wahrheiten, abhängig von der Gesellschaft
- Linguistic turn: es http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/s0huae/ werden keine Experten mehr gebraucht, jeder kann interpretieren
o Sprache ist eine Vermittlungsebene zwischen der Umwelt, der Natur, und dem Konstrukt von der Natur (der neuen Wahrheit)
o Kann die Natur nicht unverfälscht wiedergeben, Sprache verfälscht sie auch schon, Realität kann nicht durch Sprache wiedergegeben werden
Was bedeutet „Place-Making“ im Sinne von Doreen Massey?
- Orte werden erst zu Orte gemacht, dadurch das man Erfahrungen mit den Orte verknüpft
- Orte werden zu Symbolen, werden interpretiert, Orte sind keine klar umgrenzte Gebiete mehr
Stelle in einem Diagramm die Akteure im Wirtschaftsgeschehen und ihre Beziehungen untereinander dar!
- Akteure
o Haushalte: Mikroakteure
o Unternehmen: Mesoakteure
o Staats und Gebietskörperschaften: Makroakteure
- Sekundäre Wirtschaft: Weiterverarbeitung der Rohstoffe
- Tertiäre Sektor: Dienstleistung / Versorgung und Verteilung von Güter
- Quartär: Verteilung von Informationen
Erkläre das so genannte magische Viereck der Wirtschaftsgeographie!
- Umwelt, Sozial, Raum und Wirtschaftlichkeit ...
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