Humangeographie (Tutorium)

Mitschrift vom 11.07.2007 von Chun erstellt   |   Am 17.01.2009 um 01:48:45 Uhr gepostet   |   6534 Zeichen
Region
- Räumlich
o Sub-
o Supra-
o Trans-national
- Inhaltlich
o Identität
o Homogenität
o Funktion

Charakteristika alter Industriegebiete
- …

Montan Textilindustrie
Standort Rohstoffvorkommen Gemeinsamer Arbeitsmarkt
Betriebsgröße Großbetriebe Kleinbetriebe
Arbeitskräfte Physisch belastbar (Männer) Schnell anlernbar (Frauen)
Gewerkschaftl. Vertretung Starke Vertretung
=> konfliktreicher Strukturwandel (geordneter) Schwache Vertretung
=> stiller Strukturwandel


Geschichte des Ruhrgebiets
- 50er: Krisenhafte Tendenzen
o Neue Konkurrenz auf Weltmarkt (Japan, Südamerika, Südostasien)
o Neue Konkurrenz durch substituierte Güter (neue Werkstoffe: Auto – Alu, Keramik)
o Investitionsstrom nahm ab (Bauvorhaben nehmen ab)
o => Ruhrgebiet hatte falsche Branchenstruktur (produzierte Güter wurden wenig nachgefragt)

Blockierungen
- Funktionale Blockierung
o Großbetriebe geben Blaupausen an di http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/nktaef/ e Zulieferbetriebe, diese haben daher keine eigene Forschung und Entwicklung (=> viele persönliche Kontakte, Verzicht auf einen Markt (Verzicht auf Marketing), da bereits starke Vernetzung)
o Boundary-spanning functions
- Kognitive Blockierung
o Group-think: gegenseitige Stärkung, andere Interpretationen werden ausgeblendet, es kommt zu einer gemeinsamen Interpretation
- Politische Blockierung
o Verhinderungskoalition: Politik übernimmt die Problemwahrnehmungen

Strategien für alte Industrieregionen in der North East Region
- Produktionsorientierte Strategien
o …
- Konsumorientierte Strategien
o …
- Die Wohlfahrtsstaats-„Strategie“
o …

Arbeitsmarkteffekte
Altindustrie Tourismus
Geschlecht Mann Frau (kurzfristig angelernt)
Qualifikationsniveau +/- (sehr spezifisch) -
Beschäftigungsverhältnis Langfristig Kurzfristig (Saison, Veranstaltung) http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/nktaef/ r>Organisation ++ --

Betrieb vs. Unternehmen
- Betrieb
o Organisatorische Einheit (keine rechtliche Einheit)
- Unternehmen
o Rechtliche Einheit (ein Unternehmen kann mehrere Betriebe haben)

Geschichte des „Dritten Italiens“
- Teil 1
o Sozialismus auf dem Lande
o Universita Populari: früher nur der Oberschicht zugänglich
o Landwirtschaftliches Kleinunternehmen
o Proto-industrielle Unternehmensnetzwerke: früh Exportorientiert
o Ansätze „flexibler Spezialisierung“: hochwertig und im Preis auch hoch
- Teil 2
o Industrialisierung und Wachstum (1950-1980)
 Herstellung einer politischen Gemeinschaft in der Region
 Gradueller Übergang von der Landwirtschaft zur Industrie (Parmesan)
 Flexible Spezialisierung in der Maschinenbauindustrie
- Teil 3
o Aktuelle Situation
 Ensemble kleiner und mittlerer Unternehmen http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/nktaef/ r> Flexible Spezialisierung auf ein Produkt
 Vernetzung der Unternehmen
 Einbettung in ein sozio-ökonomisches Milieu

Herausforderungen und Lösungsoptionen für das „Dritte Italien“
- Ab 1980
o Konkurrenz durch Niedriglohnländer
o Diversifizierung von Großbetrieben (Auch große Unternehmen wollen in die Nischen)
o Kleinbetriebliche Defizite (Erosion von Zulieferbetriebe, Vernetzung nicht mehr so stark)
- Strategien
o Ausprägung von „corporate leaders“
o Neue Arbeitsteilung
o …

Historische Schlüsselfaktoren zur Entwicklung Baden Württembergs
- Keine Rohstoffe
o daher strukturell benachteiligt, Industrialisierung langsam (Anzahl der Dampfmaschinen)
- Landwirtschaft
o Real-Teil-Recht: Wenn Vater stirbt, wird die Parzelle halbiert (Brüder), die werden immer kleiner => weniger Einkommen => zweites Einkommen => Misswirtsc http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/nktaef/ haft => frühe Entwicklung von Unternehmertum, weil Landwirtschaft nicht mehr ertragreich war (Erbrechtsituation)
 RTR: Kleine Parzellen => kleine Höfe => zweites Einkommen => kleine Betriebe (zusätzlich zur Landwirtschaft) => relativ frühe Unternehmertum
 „Late commers“: neue Industrien und Technologien wurden woanders entwickelt (da dort Industrialisierung früher war), kann Vorteil sein:
• Geringe Forschungs- und Entwicklungskosten (Imitation)
• Fehler werden vermieden (weil andere die schon gemacht haben)
- Politik

Postsozialistische Region (Ostdeutschland)
- Teil I
o Das Erbe der Kombinatsökonomie
 Economies of scale als Leitbild: Synergieeffekte bei großen Unternehmen (größeres Unternehmen = günstige Produktion)
 Reproduktive Geschlossenheit: alle Produktionschritte wurde in einem Unternehmen vereint
 Inf http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/nktaef/ ormelle Netzwerke (sog. Pendlerlisten) hinter der Fassade (Bereitstellung von sozialen Strukturen)

Regionalwirtschaftliche Implikationen von Investitionsstrategien in Ostdeutschland
- Marktorientierter Ansatz
o Nahrungs- und Genussmittel, Bauwirtschaft
 Vorwärtsverflechtung: Betriebe sind zu den Märkte hingegangen
 Rückwärtsverflechtung: Ostdeutsche Produkte (Ostalgie)
 Arbeitsmarkteffekte
• Quantitativ: mehr Arbeit
• Qualitativ: +/-
- Kostenorientierter Ansatz
o Chemie und Metallindustrie
 Vorwärtsverflechtung: gering (Kathedralen in der Wüste: keine eigenständige Unternehmen, sondern Ableger deutscher Unternehmen)
 Rückwärtsverflechtung: --
 Arbeitsmarkteffekte
• Quantitativ: +/-
• Qualitativ: --
- Innovationsorientierter Ansatz
o Automobil
 Dezentralisierung von Kompetenzen
• Schlan http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/nktaef/ ke Produktion = viele Sachen an Zulieferer abgeben
• Just-in-time Zulieferung
 Vorwärtsverflechtung: +/-
 Rückwärtsverflechtung: ++
 Arbeitsmarkteffekte
• Quantitativ: ++
• Qualitativ: +

Problematische Bezeichnung des Ostblocks
- Ostdeutschland gehört nicht zum Ostblock weil
o Weil es nicht mehr als Staat existiert
o Vom Nationalstaat zur Region geworden

Exportbasis Theorie
- Wirtschaftlicher Kreislauf
- Kapitalströmungen bleiben immer eine Zeit in einer Region

Neoklassik
- Nutzenmaximierung
- Vollständige Information
- Flexible Preise
- Atomistische Konkurrenz (keine Monopole oder Oligopole)
- Der Markt regelt sich selbst (Minimieren politischer Intervention)

Kritik an die Neoklassik
- Annahmen zu restriktiv
- Arbeit und Kaptal werden als homogen betrachtet (und das sind sie nicht)
- Annahme über völlige Mobilität trifft nicht zu (Transportkosten)

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