Humangeographie (Tutorium)

Mitschrift vom 05.07.2007 von Chun erstellt   |   Am 17.01.2009 um 01:46:54 Uhr gepostet   |   6443 Zeichen
Erläutern Sie das Standortmodell von A. Weber
- Annahmen
1. Die Standorte der Rohmaterialien sind bekannt du gegeben
2. Räumliche Verteilung des Konsums ist bekannt und gegeben
3. Das Transportwesen ist einheitlich, die Transportkosten sind eine Funktion von Gewicht und Entfernung
4. Räumliche Verteilung der Arbeitskräfte ist bekannt und gegeben, die Arbeitskräfte sind immobil, die Lohnhöhe ist konstant, aber räumlich differenziert, bei einer gegebenen Lohnhöhe sind die Arbeitskräfte unbegrenzt verfügbar
5. Die Homogenität des wirtschaftlichen, politischen kulturellen Systems wird unterstellt
- Es wird nur an den Orten produziert, wo der Gewinn maximal ist
o Arbeitskosten und Agglomerationsvorteile
o Transportkostenminimalpunkt= Minimum von Gewicht * Entfernung
- Unterscheidung des Materials
o Ubiquitäten (an jeden Standort unbegrenzt verfügbar)
o Lokalisiertes Material (nur an bestimmen Punkten verfügbar)
 Reingewichtsmaterial (gesamtes G http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/aon62x/ ewicht geht ins fertige Produkt rein, Reifen in PKA)
 Gewichtsverlustmaterial (Erze und Fertigerzeugnis)

Erläutern Sie das variable Kostenmodell von Smith
- Im Gegensatz zu WEBER berücksichtigt SMITH neben den räumlichen Unterschieden der Kosten auch räumliche Unterschiede der Erlöse
o Bei Weber erlöse konstant, bei Smith variabel
 Weber: man produziert nur dort wo der Gewinn maximal ist
 Smith: Unternehmer kann auch suboptimal handeln, er will nur Gewinn produzieren (Modell daher flexibler als bei Weber, da größerer Bereich in dem ein Standort sein kann)
- Annahmen/Restriktionen
o Produzenten streben nach Gewinn, allerdings nicht notwendig nach Gewinnmaximum
o Produzenten haben freien Zugang zum Markt
o Standorte der Produktionsfaktoren sind bekannt und gegeben
o Die Nachfragebedingungen sind räumlich konstant
o ...
o Wird weiter ang http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/aon62x/ enommen, dass alle Unternehmer gleiche Fähigkeiten besitzen, und das keine staatliche Subventionen, keine internen und externen Ersparnisse ...
- Unterteilung unter
o Lagekosten: Transportkosten bis zum Produktionsstandort
o Grundkosten: Kosten der Rohmaterialien


Wie sind die untere und die obere Reichweite von Gütern bei W. Christaller defininiert?
- Untere Reichweite
- Obere Reichweite


Grabher
Charakteristika alter Industriegebiete
- Überdurchschnittliche Einwohnerdichte (durch Industrialisierung viele Städte im kleinen Raum)
o Industriedichte
- Spezifische Infrastruktur
- Spezifische Industriestruktur
o Früher Industrialisierungszeitpunkt
o Spezialisierte Großbetriebe
o Wachstumsschwache Branchen
o Produktionsstruktur am Ende des Produktionszyklus
- Hohe Arbeitslosenquote

Dreifache Blockierung der Regionalentwicklung in alte http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/aon62x/ n Industriegebieten
- Lock-in
o Funktionale Blockierung
 Ruhrgebiet eine Monostruktur die vorliegt (Ausganslage)
• Monostruktur der Wirtschaft liegt vor
• Ein oder mehrere große Unternehmen
 Große Unternehmen diktiert alles, hat einige Zulieferbetriebe die ihnen zuarbeiten (sind abhängig, keine eigene Forschung und Entwicklung)
• Abhängigkeit durch die Monostruktur in die Krise geraten
o Kognitive Blockierung
 Man ging davon aus, dass die Nachfrage wieder ansteigen würde, doch dem war nicht so (keine Besserung)
o Politischer Blockierung
 Viele Unternehmer in der Politik engagiert, daher sich selbst subventioniert (Politik unterstützt Großbetriebe, alte Strukturen werden unterstützt durch personale Überschneidungen)

Strategie einer alten Industrieregion
- Produktionsorientierte Strategien
o Kleinbetriebe und Unternehmerkultu http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/aon62x/ r
 Lukrativ da: Infrastruktur gegeben ist, daher einfache Niederlassung als Unternehmen, hohe Arbeitslosenanteil=Unternehmer kann Löhne drücken (Gewerkschaftlicher Bindungsgrad senken), Subvention von Staat oder Kommune
o Zweigbetriebsökonomie
- Konsumorientierte Strategien
o Touristische Vermarktung
o Gehobener Wohnungsbau und Konsumorte
- Die Wohlfahrtsstaat-Strategie
o Der Staat zahlt nur Sozialleistungen, um die Region noch einigermaßen zu retten
o Kein eingreifen ins wirtschaftliche Geschehen

Effekte der Strategien auf dem Arbeitsmarkt
- Altindustriell
o Geschlecht: Nur männliche Arbeitskräfte
o Qualifikationsniveau: +/-
 Viele spezifische Qualifikationen (an der Farbe der Glut die Temperatur erkennen) am Arbeitsort entstanden, keine formale Qualifikationen (Zeugnisse)
o Beschäftigungsverhältnis: langfristig (über Generationen hinwe http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/aon62x/ g)
o Gewerkschaftlicher Organisationsgrad: ++
- Touristisch
o Geschlecht: Kurzfristig angelernten weibliche Arbeitskräfte
o Qualifikationsniveau: - (niedrig)
o Beschäftigungsverhältnis: kurzfristig (für eine Saison oder eine Veranstaltung) angestellt
o Gewerkschaftlicher Organisationsgrad: - -

Dritte Italien
- Aktuell
o Hochpreissegment
o Klein- und Mittelbetriebe
o Vernetzung der Unternehmen
o Flexible Spezialisierung auf ein Produkt
o Einbettung in sozio-ökonomisches Milieu
o 1900-1950: Sozioökonomische Grundlegung des Erfolgs)
 Sozialismus auf dem Lande
• Frauen in der Arbeitswelt besser integriert (Stärkung des Gemeinschaftsgefühl, stärkerer Zusammenhalt)
 Universita Populari
 Landwirtschaftliches Kleinunternehmertum
 Proto-industrielle Unternehmensnetze
 Ansätze flexibler Spezialisierung
o http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/aon62x/ Herausforderungen (ab 1980)
 Konkurrenz durch Niedriglohnländer
• bezieht sich auf die Zulieferregionen: Erosion der Zulieferbeziehungen, Verlagerung ins Ausland
 Diversifizierung von Großbetrieben
• auch Großbetriebe suchen ein Nischenprodukt, um verschiedene Güteranbieten (mehrere Autotypen)
 Kleinbetriebliche Defizite
• Forschung und Entwicklung kostenintensive Abteilung, für Kleinbetriebe nicht möglich darin zu investieren (weniger Innovationen)

Postsozialistische Regionen: Teil I
- Die Erbe der Kombinatsökonomie
o Economies of scale als Leitbild
o Reproduktive Geschlossenheit
 Unternehmen das Privatleben gesteuert, politische Kontrollfunktion
o Aber auch: informelle Netzwerke (sog. „Pendellisten“) hinter der Fassade
 Hoher Tauschbedarf um im Kombinat ständig produzieren zu können

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