Humangeographie (Tutorium)

Mitschrift vom 28.06.2007 von Chun erstellt   |   Am 17.01.2009 um 01:45:26 Uhr gepostet   |   4549 Zeichen
Kulturgeographie Claudia B.
- Tobias Tutorium
o Überblick über die Humangeographie
o Nächsten Donnerstag 20-23 Uhr

9. Welche analytischen und planungspraktischen Teilschritte bestimmen das Konzept der Kulturlandschaftspflege?
- Kulturlandschaftspflege als diskursiver Prozess

10. Charakterisieren Sie das Verständnis von „Kulturlandschaft“ der „älteren“ Kulturgeographie.
- Kulturlandschaftsverständnis der älteren Kulturgeographie
o Morphographisch (Beschreibung der Erdformen) - essentialistisch
o Holistisch (Kulturlandschaft als Ganzes betrachten)
o Schwerpunkt auf den ländliche Räumen
o Vorindustrielle Zeit als Ideal
o Widerspieglungen einer Mehrheitskultur
- Kritik: antiurban (Städte werden nicht berücksichtigt), theoriefern, nicht operationalisierbar, veraltetes Kulturverständnis

11. Welche Aspekte enthält der Kulturbegriff der „neuen“ Kulturgeographie etwa in der Definition nach M. Crang?
- Kultur als Bündel von Glaubens und We http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/8zqzob/ rtvorstellungen, geben eine Bedeutung, und produzieren materielle und symbolische Formen; Kultur kein kurzfristiger Prozess

12. Was bedeutet „Place-Making“ im Sinne von Doreen Massey?
- Orte haben eine symbolische Bedeutung, Orte sind Bedeutungsträger
- Bedeutung beschränkt sich nicht nur im Raum, sie dehnt sich häufig darüber hinaus

13. Nennen Sie einige Gemeinsamkeiten der „new cultural geographies“.
- Kultur wird nicht als Gesamtkomplex der „Nichtnatur“ verstanden (Natur ist eine soziale Konstruktion)
- Gewisse Autonomie der Akteure
- Räumliche Identität ist Heimat ersetzt durch multiple Ortsloyalitäten , da Entwurzlung Regelfall sei
- Jeglicher Anspruch von Expertenwissen wird zurückgewiesen

14. Was bedeutet Diskursanalyse im Kontext der „neuen“ Kulturgeographie?
- Ideen die man hat, steuern ein Handeln, führt zu verschieden Sets von Praktiken, beeinfluss http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/8zqzob/ t Handeln, die Umwelt und soziale Realitäten

15. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem „Linguistic turn“ und Poststrukturalismus auch für die Humangeographie für die Produktion von geographischen „Wahrheiten“?
- Menschliches Handeln wird durch gesellschaftliche Strukturen bestimmt
- Sprache bedeutet Vorstrukturierung des Denkens/Handelns
- Einschränkung der Handlungsfreiheit des Individuums
- Wahrheiten sind relationales Spiel von Differenzen
- Lingustic Turn in den Humanwissenschaften
o Generelle Kritik an absolute Wahrheiten
o Unmöglichkeit deren Abbildung auch in der Wissenschaft
- Plädoyer für die Differenz
o Mehrdeutigkeiten und alternative Denkmuster
o Häufig politischer Anspruch

Wirtschaftsgeographie
- Wirtschaftliche Aktivitäten im Raum von (Verortung wirtschaftliches Handeln im Raum)
o Unternehmen
 Standorttheorien: Theorie der http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/8zqzob/ Zentralen Ordnung mit Dienstleistungsunternehmen im Ort CHRISTALLER
o Globalisierung
 Produktion die erst im Land stattfindet, und dann ausgelagert wird
- Grafiken lernen
o Stelle das Betriebssystem einer raumwirtschaftlich orientierten Wirtschaftsgeographie in einer Matrix dar!
 Bildmarkierung (1) -> Script
o Stelle in einem Diagramm die Akteure im Wirtschaftsgeschehen und ihre Beziehungen untereinander dar!
 Betriebswirtschaften: Unternehmen
 Gebietskörperschaften: Staat
 Haushalte
 (2)
o Erkläre das so genannte magische Viereck der Wirtschaftsgeographie!
 (3)
o Zeichne die theoretische Kurve von Verbrauchsintensitäten in den Ländern verschiedener Entwicklungsstadien nach Malenbaum!
 (4)
o Stelle die relative Bedeutung ausgewählter Faktoren im Verlaufe des Produktzyklus dar
http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/8zqzob/ (6)
o Wie sieht die hypothetische Entwicklung des internationalen Handels im Verlauf des Produktzyklus aus?
 (7)
- Interne Ersparnisse (economies of scale)
o Ersparnisse im Unternehmen selbst erwirtschaftet
o Ersparnisse durch Massenproduktion/wachsende Betriebsgröße
o Kosten pro Stück können gesenkt werden
- Externe Ersparnisse
o Einsparungen dadurch, dass mehrere Unternehmen im Gewerbegebiet gemeinsam Infrastruktur, Zulieferer nutzen, und durch Ansiedlung Ersparnisse erreichen
 Localization economies
• Standortersparnisse wenn Betriebe der gleichen Branche ansiedeln (Beispiel Schuhe: Leder, Schnürsenkel)
 Urbanization economies
• Räumliche Konzentration unterschiedlicher Branchen, Nutzung gleicher Infrastrukturen (Bildung, Kommunikation)

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