Was ist eine Region?
- Räumlich
o Teilraum (Bezugsgröße: Nationalstaat)
Sub-national: Teilräume innerhalb des Nationalstaats
Supra-national
Trans-national
- Inhaltlich
o Variables konzept einer Fragestellung => (ökonomische) Gemeinsamkeiten
Homogenitätskriterium: z.B. Wirtschaftsstruktur
Funktionalitätskriterium: z.B. Einkaufsverhalten
Identitätskriterium: z.B. Sprache/Dialekt
Regionaler Aufstieg und Niedergang in Europa (Drei Regionstypen)
- Altindustriegebiete (Bsp. Ruhrgebiet)
o Historische Entwicklung
Früher Industrialisierungszeitpunkt (ca. 1835)
• Kernregion der Industrialisierung von Mitteleuropa
• Unvorstellbare Wachstumsdynamik
Krise der Montanindustrie
• Ersetzung der Kohle
• Ersetzbarkeit von Stahl
• Arbeitskraft zu teuer
o Typ 1: Industriegebiete
Charakteristika
• Spezifische Industriestruktur
o (wenige) spezia-lisie http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ rte Großbetriebe
o Wachstumsschwache Branche
o V.a. Produkte am Ende des Produktzyklus
o Feste Kooperation mit einzelnen Partnern
Krise
• Dreifacher „Lock-in“
o Funktional
stark ausgerichtete Produktion und Zuliefer-Verhältnis
boundary-spanning-functions total vernachlässigt (wie der Weltmarkt sich entwickelt)=> keine Marketing, Forschung weil Stahl immer gebraucht wird
• Zulieferer total abhängig vom Unternehmen
o Kognitiv
Alle Beteiligten (Politik, Unternehmen, Zulieferbetriebe) hatten die selbe Sicht gehabt, wollten die Krise nicht wahr haben
o Politisch
Ruhrgebiet SPD-Hochburg, waren jedoch konservativ, galt dort als Arbeiterpartei weil sie den Montansektor unterstützte (um Wähler zu gewinnen) => Sicherung der Arbeitsplätze, halten sich jedoch aus den Konzernen raus (Monopolentwicklung)
Ansätze http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ zur Lösung
• Schaffung von Arbeitsplätze
o Produktionsorientierte Strategie
Neues Unternehmertum wurde gefördert
• Umstrukturierung: viele kleine Betriebe fördern statt wenige große Konzerne
Ansiedlung neuer multinationalen Konzerne: Gefahrenpotenzial da Konzerne schlechte Lage ausnutzen und Löhne drücken (Existenzminimum)
o Konsumorientierter Lösungsansatz
Etablierung von Konsum und Tourismus: alte Industriestädte als nostalgische Wahlfahrtsorte (Duisburg und Essen)
Schaffung von kleinteiliger Unternehmensstruktur (Hostels)
• Wohlfahrtsstaatliche Lösung
o Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen: im Ruhrgebiet ein soziales Ungleichgewicht
=> Die ökonomische Leistungsfähigkeit: Alles soll langsam und nachhaltig wiederhergestellt werden
Typ 2: Wachstumsregionen (Bsp. Emilia Romagna)
- Historie
o 1900-1950: so http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ zioökonomische Grundlagen
Sozialismus auf dem Lande
• Starke regionale Selbstverwaltung (unabhängig von der Zentralregierung)
• Gestreute Besitzverhältnisse (viele besitzen vieles)
• Frauen kommt eine hohe Bedeutung im Wirtschaftsleben zu (Frauen sind Teil der Wirtschaftskraft)
Universita Populari
• Durch Wissensverbreitung wussten die Menschen mehr und konnten auf eigene Ideen kommen
Landwirtschaftlich geprägter Raum
• Bis 1950: 50-60% noch im primären Sektor (Landwirtschaft) beschäftigt
Proto-industrielle Unternehmensnetzwerke
• Bsp. Export von Strohhüte
Ansätze „flexibler Spezialisierung“
• Wenige Industriebetriebe stellen bestimmte Sachen her (Maßanfertigung)
• Reagieren flexibel auf Aufträge
• Meist technisch anspruchsvoll => Handarbeit (großer Aufwand=teuer)
o 1950-1980: Industrialisierung und Wachstum http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ (Beschäftigten gingen um die Hälfte zurück im primären Sektor, im gleichen Zeitraum sekundäre Sektor verdoppelt)
Herstellung einer politischen Gemeinschaft in der Region
• Gemeinsames Feindbild: christlich demokratische Regierung in Rom (da sie nur die großen Konzerne unterstützten) Vernachlässigung anderer Regionen
Gradueller Übergang von Landwirtschaft zur Industrie
• milder Übergang von Landwirtschaft zur Industrie
• Landwirtschaft setzt auf hochpreisige Produkte (Parmaschinken, Olivenöl)
Flexible Spezialisierung in der Maschinenbauindustrie
- Kennzeichen
o Späte Industrialisierung
o V.a. Kleinunternehmen, einige mittelständische
o Dichte Vernetzung
Jeder macht das was er kann
Durch miteinander und untereinander hohe Innovationsimpulse (Erfindungen)
o Sanfter Strukturwandel durch Erhalt hochwertiger landwirtschaft http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ licher und handwerklicher Produkte
o Flexible Spezialisierung auf ein Produkt
o => Industrial Disctrict
- Krise
o Diversifizierung von Großbetrieben
o Erosion der Zuliefernetzwerke
o Hierarchisierung von Unternehmensnetzwerken
o Kleinbetriebliche Defizite
- Reaktion auf Krise
o Flexibel
Kleinbetriebe hatten die Chance sich auf andere Sachen umzustellen
o Innovativ
Durch Zusammenarbeit mit der Universität
o Anreize durch die Politik
Typ 2: Wachstumsregion (Bsp. Baden-Württemberg)
- Historie
o Landwirtschaft
Selbständiges Unternehmertum
Heimarbeit
o Ressourcenarmut
Humankapital
o Politik
- Kennzeichen
o Späte Industrialisierung
o V.a. mittelständische Unternehmen, wenig kleine, einzelne Großbetriebe („Spinnen“: Daimler, Bosch IBM, SAP)
o Enge Verflechtungen zw. Großunternehmen http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ u. lokalen Zulieferern; keine zw. Großunternehmen
o Koordinierte Spezialisierung => statt Konkurrenz: Suche nach Innovationen
=>Landesregierung stärkt Technologieinnovationen, Technologietransfer, qualifizierte Arbeiter (Qualifizierungsmaßnahmen) => selbstständig innovativ arbeiten
- Krise
o Äußerung in starkem Rückgang der Exportzahlen der drei Kernsektoren:
Maschinenbau
Fahrzeugbau
Elektroindustrie
o Reaktion auf Krise
Flexibel (Humankapital)
Innovativ
Erarbeitung von Strategien
„Lean production“
• Verringerung der Fertigungstiefe (früher hat Mercedes alles selbst hergestellt, nach Auslagerung verringert sich die Fertigungstiefe)
Investitionen in
• Kommunikationssektor
• Ansiedlung neuer Branchen (Umwelttechnologien)
- Gemeinsamkeiten (Industrial Districts) http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ r>o Regionale Agglomeration aus wenigen Sektoren
o Spezielle Unternehmen arbeiten interpedent
o Tiefe Einbettung innregionale Kultur/Tradition
o Nicht immun gegen Krisen => ABER: anpassungsfähiger, weil flexibler
o Starke Politik
BW mit den niedrigsten Arbeitslosenzahlen in Deutschland
Postsozialistische Regionen (Bsp. Ostdeutschland)
- Geschichte
o Vor II. WK: kleinbetriebliche Struktur
o Nach II. WK: Leitbild „ecnonomy of scale“ => Großbetriebe, Massenproduktion
o 60er J.: Gründung von Kombinaten => reproduktive Geschlossenheit
o Zentrale Steuerung
o Wahrnehmung kommunaler Aufgaben
- Krise
o Privatisierung und Restrukturierung durch die Treuhandanstalt (Zerlegung der Kombinate)
o Unterschiedliche Investitionsmotive
- Lösungsansätze/Unternehmerstrategien
o Marktorientierte Investitionsstrategie (Baubranche und Einzelhandel: was http://www.meinemitschriften.com/script/f879j2/6fh16o/ wollen die haben, das produzieren wir = Multinationale Konzerne die ihre Filialen hinstellten die selbstständig agieren konnten); => Ostalgie
o Globale integrierte Investitionsstrategien
Kostenorientierte Strategie: Chemie und Textilindustrie (Neofeuldistisch)
Innovationsorientierte Strategie: VW und Mercedes, zukunftsorientiertes Modell (radikale Umstrukturierungsmaßnahmen)
• Dezentralisierung der Zuständigkeiten
• Lean-production: Reduzierung der Fertigungsdichte (viele Zulieferer die Just-in-Time produzieren)
- Ostdeutsche Markt ist in sich zusammengefallen
o In DDR Zeiten konnten sie sich nichts ansparen, Netzwerke die entstanden sind komplett zerstört worden
o Nicht mehr interessant in Ostdeutschland zu investieren: Löhne haben sich schnell am Westen angepasst
o Wirtschaftskrise im Westen der 90er Jahre (Zurückhaltung in Investitionen in ostdeutsche Betriebe)
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